19 Grundschulen aus NRW trafen sich in Schwerte, um den NRW-Meister auszuspielen. Die meisten hatten dabei schon erfolgreich bei Verbandsturnieren ihr Können bewiesen. Als Favorit gingen die OWL-Meister der Lutherschule aus Paderborn ins Rennen u.a. mit dem frischgebackenen U10-NRW-Meister Kevin Schröder am Spitzenbrett. Und die Paderborner zeigten von Beginn an, dass sie den Platz auf der Bühne nicht abgeben wollten. Sie gewannen in souveräner Manier die ersten drei Kämpfe mit 4-0. Auch danach ließen sie nicht locker und schon vor der letzten Runde standen sie als Sieger fest.
Erst in der Schlussrunde konnten die Südwestfalenmeister aus Schöneck ein Unentschieden abtrotzen. Nicht überraschend, dass auch zwei Brettsieger aus dieser Mannschaft kommen. Kevin Schröder und Emily Djougnep Wandji konnten an Brett 1 und 3 alle Spiele gewinnen! Emily freute sich besonders über den Pokal: „So einen großen Pokal hab ich noch nie gesehen!“ Aber vermutlich werden die Paderborner Talente zukünftig noch größere Preise einheimsen. Auf den zweiten Rang kam mit der St. Sebastianschule aus Raesfeld der Titelverteidiger und eine der Hochburgen im NRW-Grundschulschach, die seit Jahren vordere Plätze bei NRW-Meisterschaften belegen. Bei den Raesfelder kann man schon blind auf gute Leistungen vertrauen, auch wenn kein Spieler bisher eine DWZ hat. Da zeigt sich schon der Nutzen von einer Stunde" Schach statt Mathe" im Stundenplan. Große Stütze der Mannschaft war Fabian Hoffmann, der an Brett 2 alle 7 möglichen Punkte holte. Schade nur, dass die Raesfelder die einzigen Vertreter aus dem Münsterland waren. Dabei finden doch auch dort jedes Jahr große Schulschachevents statt.
Den glücklichen dritten Platz und damit ein Nachrückerticket zur Deutschen Meisterschaft belegte mit der Sebastianusschule aus Würselen ein Vertreter aus dem Mittelrhein. Schon trägt hier das erstmals ausgetragene Vorturnier im Mittelrhein Früchte. Unglücklicher Vierter wurden die Comeniusschüler aus Paderborn mit nur einem halben Punkt Rückstand bei großartiger Buchholzzahl. Mit Daniel Kantor von der Dortmunder Landgrafen GS und dem erst siebenjährigen Niklas Schlangenotto von der Overberg GS (Paderborn) gelang es noch zwei Spielern die Traummarke von 7/7 Punkten zu knacken. Die Brettbesten wurden mit goldenen Erinnerungsmedaillen ausgezeichnet, alle Spieler bekamen eine Medaille in Bronze.
Die zahlreichen Helfer der Schachjugend Schwerte unter der Leitung von Philip Hörter sorgten für gute Spielbedingungen und einen reibungslosen Ablauf. Man sollte vielleicht das Landesfinale in Schwerte zu einer dauerhaften Einrichtung machen ;)
Christian Goldschmidt
Die Rangliste findet Ihr im beigefügten Bericht