Es ist schon wieder ein paar Tage her... trotzdem hier noch ein Bericht dazu, was wir Mädels am 10.-12. Mai gemacht haben:

Die ersten Koffer rollten durch den Gang, die Jugendherberge wurde voller und voller, und als die Eltern wieder weg waren hatten sich 36 schachbegeisterte Mädchen in Velbert eingefunden. Manch einer sah sich erstmal um und dachte: „Hier kenne ich ja keinen!“ Das Gefühl hatten wir Betreuer auch ein wenig, denn  ganze 20 Kinder waren zum ersten Mal dabei. Darum gab es gleich erst mal Kennenlernspiele. Nach einem Spiel mit der großen Gruppe lernten wir in kleineren Gruppen gegenseitig unsere Namen und jede Gruppe dachte sich ein Gedicht oder einen kurzen Sketch aus. Der Höhepunkt des Abends war dann die Aufführung der sehr kreativen Gruppenvorstellungen. Etwas später mussten die jüngeren Kinder dann auch schon ins Bett. Richtig müde waren viele aber noch nicht. Das merkte man auch am nächsten Morgen, als die ersten Kinder um 7 Uhr an die Betreuertüren klopften. Nun gut, der Tag hatte begonnen. Das Programm war vielfältig und hatte für jeden etwas zu bieten. Nach dem Frühstück gab es die erste Schacheinheit. Die unerfahreneren Mädchen bekamen ein kleines Schachtraining, während die anderen im Simultan oder draußen beim Kondischach eine (sportlich-)schachliche Herausforderung fanden. Wer bis dahin noch nicht rausgegangen war, konnte danach beim Schmugglerspiel beliebig oft über die große Wiese laufen und Schmuggelware an den Zöllnern vorbei zur jeweils anderen Seite bringen. Dabei kamen die Kinder auf immer kreativere Verstecke, damit die Zöllner ihnen bei der Kontrolle nicht alle Schmuggelware abnehmen würden. Danach gab es erstmal Mittagessen.

Als unsere Mägen wieder voll waren begann das Schachturnier: Zuerst wurden die Schachuhren erklärt, dann gaben sich alle Kinder höflich die Hand und konzentrierten sich auf das Spiel. Obwohl es für viele Kinder das erste Turnier war, gab es gute Partien und Fair Play. Nach der Konzentration konnten Kinder und Teamer sich dann kreativ ausleben und Blumentöpfe bemalen und bekleben, bevor schließlich der Grill angemacht wurde und sich kurz darauf immer mehr Kinder einfanden, die begierig die Würstchen und Burger begutachteten. Obwohl es etwas frisch war, konnten wir gemütlich draußen das Grillgut genießen. Zwei ungeduldige Kinder erklärten sich dann auch schnell bereit, den Nachtisch auf den Grill zu legen: Schokobananen! So gab es dann leckere weich-gegrillte Bananen mit geschmolzener Schokolade, passend fertig als die letzten gerade mit ihrem Essen fertig wurden. Über den Tag verteilt hatte eine Gruppe Kinder sich eine Zirkusvorstellung ausgedacht und geprobt (aufbauend auf den Aufführungen am Freitagabend). Abends wollten sie diese dann aufführen und die Zuschauer fanden sich nach und nach an der „Manege“ ein. Akrobaten, Clowns, Tierbändiger… Die Show war beeindruckend und endete mit einer Polonaise über die Wiese.

Draußen wurde es kalt, und drinnen war inzwischen alles aufgebaut für einen Kinoabend. Dieses Jahr lief es einen Film über ein Mädchen, deren Leben sich grundsätzlich ändert als sie Schachspielen lernt: Queen of Katwe. Nach dem Film war es für die meisten dann auch Zeit ins Bett zu gehen, an diesem Abend deutlich müder als noch am Freitag. Nur eine kleine Gruppe älterer Kinder durfte noch wachbleiben und wagte sich in den dunklen Wald hinter der Jugendherberge. Über Brücken hinweg und unter anderen durch fanden wir den Weg fast ohne Taschenlampen und gruselten uns dabei ein wenig. Dann war es aber auch für die letzten Teilnehmerinnen Zeit, ins Bett zu fallen.

Am Sonntag stand dann nur noch wenig an. Die letzten Turnierrunden wurden ausgetragen, dann wurden die Schachbretter weggeräumt. Draußen wurden noch verschiedenen Spiele gespielt, es gab eine große Runde Werwolf und nach und nach fanden sich viele Eltern ein, die gespannt waren auf die Siegerehrung. Hier wurden dann die Siegerinnen des Vampirspiels und des Schachturniers geehrt und alle Kinder bekamen einen Sachpreis und eine Urkunde. Geländespiel, Zirkus, Schachspielen… Was die Kinder an diesem Wochenende am besten fanden war am Ende doch unterschiedlich. Aber als wir auf der Siegerehrung fragten: „Wer kommt nächstes Jahr wieder?“ gingen (fast) alle Hände in die Luft. Wir freuen uns jetzt schon auf euch!

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